Rumänien
Calciner Steel Tower
Steel Tower – Projekt einer Stahltragstruktur
Projektspezifität
Das Projekt umfasste die Erstellung eines detaillierten 3D-Modells des Stahlstützturms sowie die vollständige Werkstatt- und Montagedokumentation. Die 59 m hohe Stahlkonstruktion mit einem Gesamtgewicht von 750 t wurde als Träger für Luftkanäle und zwei Heißgaskanäle entworfen. Der Turm wurde auf neu errichteten Betonwänden mit einem Stützenabstand von 22 × 8,5 m gegründet.
Die Konstruktion umfasst fünf Zwischenplattformen und eine obere Plattform, die sowohl die Kanäle abstützen als auch den Zugang für Wartungsarbeiten ermöglichen. Unterhalb der ersten Plattform wurden Kranträger für zwei 50-t-Servicewinden vorgesehen. Aufgrund der Lage in einer seismischen Zone in Rumänien wurde der Turm in der Klasse mittlerer Duktilität unter Anwendung dissipativen Tragverhaltens gemäß den Eurocode-Normen und dem rumänischen Erdbebencode P100-1/2013 geplant.
Der Arbeitsumfang von METIB
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3D-Modellierung der Konstruktion in Tekla Structures mit Geometrieprüfung
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Verbindungsbemessung in IDEA StatiCa
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Unterstützung bei der dynamischen Analyse und Synchronisierung mit dem bestehenden Turm
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vollständige Werkstatt- und Montagedokumentation
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Ausarbeitung der Schweißfolge
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Erstellung numerischer Dateien für den SBA Compact+ Roboter
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Synchronisierung des 3D-Modells in Trimble Connect für die interdisziplinäre Koordination
Projektumsetzung
Die Modellierung der Konstruktion erfolgte in Tekla Structures unter gleichzeitiger geometrischer und dynamischer Analyse. Kreuzförmige und kastenförmige Stützen mit großen Profilen (z. B. HEB800) wurden so ausgelegt, dass sie Druckkräfte von bis zu 15 000 kN aufnehmen können. Ein zentraler Projektschritt war die seismische Analyse und die Vermeidung von Kollisionsrisiken mit dem benachbarten Turm durch die Einführung von Verbindungselementen zwischen beiden Strukturen.
Das Projekt beinhaltete außerdem eine Schritt-für-Schritt-Schweißfolge für kastenförmige Plattenträger mit inneren Stegen sowie einen Plan zur Schweißnahtkontrolle. Aufgrund der Vielzahl von Verbindungen kamen sowohl Standardbolzen (M16–M30) als auch spezielle hochfeste Schrauben (M36–M56 10.9) zum Einsatz, die hydraulisch vorgespannt werden mussten.
Die Montage wurde in zwei Phasen geplant: Die erste Phase deckte 90 % des Turms ab und wurde im Umfeld laufender Industrieanlagen ohne Unterbrechung des Betriebs ausgeführt. Die zweite Phase erfolgte während eines geplanten Anlagenstillstands und umfasste die Verbindung beider Türme über Verbindungsträger und mehrstöckige Stege.
METIB
Ingenieur Büro
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